ZUKUNFT VAREL verteidigt die planerische Selbstbestimmung der Städte und Gemeinden

ZUKUNFT VAREL begrüßt die gemeinsame Kritik der Bürgermeister an den Plänen des Landkreises ( NRW v. 17.4.2919 zum RROP des LK Friesland. Die Stellungnahme findet die absolute Zustimmung, weil sie eindeutig den Bestrebungen des Landkreises widerspricht, für die Planungs-träger und Fachplanern in den Städten und Gemeinden verbindliche Ziele und Grundlagen für deren Arbeit festzustellen, um damit eine vom Landkreis gewollte, koordinierte und kontrollierte gesamträumliche Entwicklung für die nächsten 10 Jahre zu schaffen. Dieses ist ein Schlag gegen die Städte und Gemeinden und deren Recht auf Selbstbestimmung.

Siedlungsstruktur: ZUKUNFT VAREL unterstützt den Anspruch der Städte und Gemeinden, die Entwicklung der Siedlungsstruktur als ihre vornehmliche Angelegenheit in eigener Verantwortung zu regeln. Hierzu gehört vor allem und vordringlich der Anspruch, die Standorte für die Sicherung und Entwicklung von Arbeitsstätten sowie für die Sicherung und Entwicklung von Wohnstätten in eigener Kompetenz festzulegen.

Für Varel lehnt ZUKUNFT VAREL z.B. ab, eine Siedlungsentwicklung für 10 Jahre auf die Ortsteile Varel-Stadt, Langendamm, Dangastermoor, Büppel, Obenstrohe und Vareler Hafen zu begrenzen; für Flächen, die über die hier gesicherten Reserven hinausgehen, dann einen Bedarfsnachweis liefern zu müssen. Hier greift der Landkreis massiv in die gemeindliche Planungshoheit ein, indem er die möglichen Planungsabsichten der Stadt unter Legitimationsdruck bzw. Rechtfertigungs-zwang stellt.

Freiraumverbund, Rohstoffe: ZUKUNFT VAREL unterstützt die Kritik, dass das RROP keine ausreichende Pufferzonen zwischen Vorrang- und Vorbehaltsgebieten vorsieht und das freie Land zu direkt an die Ortsschaften heranrückt. In Varel z.B. müsse zudem noch hinterfragt werden, ob in Anbetracht einer zurückgehenden Bedeutung des Ziegeleisektors eine so massive Ausweisung von Vorrangflächen zur Rohstoffgewinnung sinnvoll ist; stattdessen und vielmehr reduziert werden muss.

DEPONIE Hohenberge: ZUKUNFT VAREL lehnt die Möglichkeit, den Standort Hohenberge als Standort für eine Deponie für Bauschutt auf- bzw. auszubauen kategorisch ab.

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