ZUKUNFT VAREL fordert mehr Transparenz bei Coronafällen – Personelle Konsequenzen nötig

Das Krisenmanagement des Landkreises in der Corona-Krise ist nach Meinung von ZUKUNFT VAREL (ZV) vollkommen untauglich. Die Kreistagsfraktion von ZV fordert vom Landkreis mehr Transparenz bei der Information über Coronafälle in Friesland. Der 1. Kreisräten sollte die Verantwortlichkeit entzogen werden.

Der Landkreis  gibt keine Informationen darüber, wo sich wie viele Menschen in Friesland mit Corona infiziert haben. Er bezieht sich dabei auf den Datenschutz. Diese Verhalten führt dazu, dass Gerüchte entstehen. So hört man, dass die meisten Fälle im Norden des Landkreises aufgetreten sind. In diesem Fall wäre nicht einzusehen, warum im Süden des Landkreises der Schulbetrieb eingeschränkt wird. Maßnahmen müssen dort ergriffen werden, wo es tatsächliche Ausbrüche gibt.

Zuständig ist Frau Vogelbusch als 1. Kreisrätin. Sie behandelt die Bürger des Landkreises wie unmündige Kinder. Städte und Gemeinden in Friesland werden „über Nacht“ über die Maßnahmen des Landkreises informiert und schon garnicht in die Entscheidungen mit einbezogen. Dasselbe gilt für die Schulen. All das macht die Entscheidungen intransparent und erregt bei Schülern, Eltern und Lehrern Unmut. Die Maßnahmen des Landkreises müssen sich auf die Orte beziehen, in denen die Lage kritisch ist. So verfahren auch Landkreise wie Cloppenburg und das Emsland. Die pauschalen Regelungen in Friesland erscheinen dagegen willkürlich.

Das erweckt den Eindruck, dass die 1. Kreisrätin mit der Thema Corona insbesondere in Bezug auf unsere Schulen überfordert ist. Um bürgerfreundliche Entscheidungen für Eltern und Kinder zu treffen, ist jemand nötig, der mehr Gefühl und Verständnis für die Betroffenen aufbringt, und der vor allem über mehr Bürgernähe verfügt. Die Verantwortlichkeit muss in andere Hände gelegt werden.

ZV beantragt, die Allgemeinverfügung wegen Corona auf die Tagesordnung der nächsten Kreistagssitzung am 7.10.20 zu setzen. Es soll bekanntgegeben werden, wo in Friesland Corona-Brennpunkte sind, so dass Maßnahmen gezielt an diesen Orten ergriffen werden können.

Weiterhin muss aufgeklärt werden, wie es dazu kommen konnte, dass Abweichungen in den Zahlen des Landkreises und des Robert-Koch-Instituts entstanden sind. Auch dies deutet auf eine unzureichende oder fehlerhafte Informationsweitergabe hin.

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