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ZUKUNFT VAREL beantragt bessere Pflege der Vareler Spielplätze

KINDERLAND VAREL UND DIE WIRKLICHKEIT

Mit großem Aufwand startete die Verwaltung der Stadt Varel im Jahre 2012 das Projekt Kinderland Varel.

Zwar nur als möglich vorgestellt, aber bisher nicht in konkrete Veränderungen durchgeführt, sollten die Öffnungszeiten in den Kindergärten von 7.00 bis 18.00 Uhr ermöglicht werden. Im Rathaus sollte eine Kinderserviceagentur die Kinderbetreuung in Varel regeln. Kurzfristig sollte der gesteigerten Nachfrage nach Ganztagesplätzen in den Kindergärten und im Krippenbereich Rechnung getragen werden. Nicht einmal die Sonderöffnungszeiten vor 8.00 Uhr und nach 17.00 konnten verwirklicht werden.

Für die Sprachförderung sollten in den Vareler Kindertagesstätten Patenschaften eingerichtet werden.

Der Aufruf an die Wirtschaft zur Beteiligung an der Finanzierung der Randzeiten ergab keine konkreten Ergebnisse.

Groß gestartet und klein beerdigt. Noch im Oktober 2013 war es aus Sicht der Mehrheitsgruppe erforderlich „die ersten Schritte professionell von einer Institution mit einer sehr großen Erfahrung begleiten zu lassen.“ Die Väter  gGmbH sollte ihr Konzept vorstellen, um „einen Leuchtturm für ganz Niedersachsen“ zu setzen.

Erste Schwierigkeiten ergaben sich schon als nicht genügend Mittel aus der Vareler Wirtschaft für die professionelle Begleitung des Projekts eingeworben werden konnten. Letztlich musste die Stadt Varel noch die Restkosten finanzieren, obwohl Ratsherr Bruns noch am 13.8.2013 festgestellt hatte: „Bis zum Ende des Jahres 2013 müssen die erforderlichen Projektkosten vorhanden sein. Sollte dies nicht der Fall sein, ist das Projekt Kinderland Varel zu beenden.“

Als einzig konkretes Ergebnis  wurde eine ausgedehnte Ferienbetreuung in den Sommerferien vom 27.07. bis zum 21.08.2015 auf den Weg gebracht und die Ferienbetreuung auch in den Herbstferien vom 19.10. bis zum 31.10.2015 angeboten.

Anfang 2015 wurde die Zielgruppenanalyse (Kinderland Varel) im Ausschuss für Jugend, Familien und Soziales in einer Powerpoint-Präsentation vorgestellt mit u.a. einer Schlussfolgerung und kurzfristigen Empfehlung der Steuerungsgruppe, die Möglichkeiten umfassend zusammen zu stellen und im Internet darzustellen. Verantwortlich dafür sollte der  „Bürgermeister Herr Wagner, der die Umsetzung gerne mit den Auszubildenden der Stadt beginnen möchte –  „gutes Projekt für Azubis. “

Die vom Bürgermeister in der Sitzung des Ausschuss für Jugend, Familien und Soziales am 3.5.2016 vorgestellten Ergebnisse zum Kinderland Varel zeigten eigentlich nur, dass

  • aufgrund der vermehrten Nachfrage einige Ganztagsplätze mehr geschaffen wurden durch Umwandlung von bestehenden Vormittagsplätzen in Ganztagsplätzen sowie Reduzierung der Zahl bestehender Nachmittagsplätze im Kindergartenbereich,
  • eine mit der Umwandlung einer Vormittagsgruppe im Kindergartenbereich in eine integrative Gruppe im städt. Kindergarten endlich der Menschenrechtskonvention gefolgt wurde,
  • mit der Einrichtung einer Nachmittagsbetreuung für Schulkinder der Grundschule Obenstrohe ab Schuljahresbeginn 2015 eine vom Land Niedersachsen geforderte „Ganztagsbetreuung“ (an 3 Tagen in der Woche!!!) ermöglicht wurde,
  • sowie einige Kindergärten aufgrund der gesetzlichen Vorgaben erweitert wurden.

Wo sind aber die großen Versprechungen und Ideen aus dem Kinderland Varel geblieben?

Noch schlimmer sind die über die „großen“ Ankündigungen vergessenen „kleinen“ Dinge an den bestehenden Vareler Spielplätzen.