Friedrichsfeld: Offener Brief von Karl-Heinz Funke an die 1. Kreisrätin Vogelbusch

Karl-Heinz Funke wendet sich in einem offenen Brief an die 1. Kreisrätin Vogelbusch. Darin bezieht er sich auf die Schließung des ehemaligen Standortübungsplatzes Friedrichsfeld für die Öffentlichkeit. Funke erläutert, dass diese Maßnahme auf Unverständnis in der Bevölkerung trifft.

„Schon die bisher ergriffenen und noch geplanten Maßnahmen, um das „Gelände Friedrichsfeld“ als Ausgleichsmaßnahme für die A20 herzurichten, haben in der Bevölkerung zu Recht Unverständnis und Empörung ausgelöst. Man muss es sich einmal vorstellen: Auf trockenem sandigem Boden sollen Kiebitze angesiedelt werden; das ist so, als wolle man im Wattenmeer nach Edelweiß suchen“, äußert sich Funke in seinem Brief.

Funke weiter: „Auch das Betretungsverbot stößt auf Unverständnis und Kopfschütteln. Und in der Tat stellen sich dazu Fragen. Dass dieses Gelände mit Kampfmitteln belastet ist, wusste und weiß jeder. Dennoch wurde es als Übungsplatz für die Bundeswehr genutzt, es zur landwirtschaftlichen Nutzung freigegeben, und es diente auch zur Freizeitnutzung.“

Funke fragt, aufgrund welcher Erkenntnisse und Untersuchungen nun bekannt sei, dass für Personen, die das Gelände betreten eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben besteht.

Die vom Kreisausschuss verabschiedete Verordnung besagt, dass in der Vergangenheit „auf dem Gelände Friedrichsfeld durch Truppenteile der Wehrmacht und der Bundeswehr versucht wurde, Reste von kleineren Kampf- und Sprengmitteln durch oberirdische Sprengungen zu vernichten. Dabei soll lediglich eine Quote von ca. 20 Prozent vernichtet worden sein. Die nicht zerstörten Kampf- und Sprengmittel sind bei den Zerstörungsversuchen auf dem Gelände verteilt worden.“

Funke fragt nun: Wann ist es zu dieser Verteilung gekommen? Wer wusste seit wann davon? Haben Besucher des Geländes Friedrichsfeld „außerordentliches Glück“ gehabt, dass Ihnen auf dem Areal nichts passiert ist?

Es entsteht der Eindruck, dass die Öffentlichkeit von dem Gelände ferngehalten werden soll, damit dort ungestört mit den Umgestaltungsarbeiten fortgefahren werden kann.

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