Bahnbrücke: Denkmalsschutz zurücknehmen

ZUKUNFT VAREL schlägt als Ergänzung für die Beschlussvorlage des Rates der Stadt Varel bzgl. der Fußgängerbrücke am Vareler Bahnfhof den folgenden Satz vor:

„Das Ziel der Stadt Varel besteht in einer möglichst raschen Herstellung der Barrierefreiheit  aufgrund der Basis geltender Rechtsvorschriften. Das schließt auch ein, dass die Brücke aus dem Denkmalsschutz herausgenommen und abgebrochen wird.“

Das Gebäude ist Eigentum der Bahn, und damit entscheidet das Eisenbahnbundesamt, was damit geschieht. Eine Sanierung im Sinne des Denkmalschutzes wird ohne Zuschüsse von Land und Stadt nicht möglich sein. Gibt es diese Zuschüsse nicht, wird das Bundesamt den Denkmalschutz möglicherweise vernachlässigen. Damit hat man vielleicht eine Stellschraube in der Hand, das Verfahen zu beschleunigen.

Kein Beitritt zum Biosphärenreservat

Die Stadt Varel soll nicht Teil der geplanten Entwicklungszone zum Biosphärenreservat Niedersächsisches Wattenmeer werden. Hierfür spricht sich die Ratsfraktion von ZUKUNFT VAREL aus. Der Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Funke weißt in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bereits 30 Prozent der Stadt mit einer Schutzzone belegt ist. Die Planungshoheit soll beim Stadtrat bleiben und nicht bei einer Behörde angesiedelt sein. Weitere Schutzzonen werden Auflagen und Restriktionen zur Folge haben, die sich nachteilig auf die Stadt, das Gewerbe, die Industrie, die Landwirtschaft und den Tourismus auswirken.

Spenden von ZUKUNFT VAREL

Auf der Mitgliederversammlung von ZUKUNFT  VAREL am 24.01.2019 ist beschlossen worden, der Vareler Tafel für die Neuanschaffung eines Lieferwagens 1000 Euro zu spenden. Weiter geht eine Spende von 500 Euro an den Heimatverein. Sie ist für die Reparatur der Mühlenflügel gedacht.

ZUKUNFT VAREL fordert Sanierung der städtischen Wohnungen

Die Ratsfraktion von ZUKUNFT VAREL (ZV) fordert die schnelle Sanierung der städtischen Wohnungen. Den von der Stadt zu diesem Zweck geplanten Eigenbetrieb „Wohnungswirtschaft“ lehnt die Fraktion ab. Dieser ermöglicht nur besser dotierte Posten statt das Geld direkt für die Sanierungen von Wohnungen auszugeben.

ZV hat bereits 2014 im Rahmen der damaligen Haushaltsberatungen gefordert, einen Sanierungsplan für die maroden städtischen Wohnungen zu erstellen. Auch sollte davon abgesehen werden, die Mieten zu erhöhen. Der Antrag von ZV wurde von der damaligen Mehrheitsgruppe aus SPD/CDU und Böcker abgelehnt.

Die Mieter warten seit Jahren auf eine Verbesserung der Situation. Die Stadt investiert stattdessen in Prestigeobjekte und schafft einen neuen Eigenbetrieb. Die Sachkompetenz im Rathaus reicht aus, um die maroden Wohnungen zu sanieren, und das muss jetzt umgehend erfolgen. Dazu wird ZV den Antrag von 2014 erneuern.

ZUKUNFT VAREL ist für Abriss der Bahnhofsbrücke

Die Fußgängerbrücke am Vareler Bahnhof muss abgerissen werden. Dies fordert die Ratsfraktion von ZUKUNFT VAREL. Es ist, auch durch die Berichterstattung im Gemeinnützigen, der Eindruck entstanden, dass die Stadt Varel als untere Denkmalschutzbehörde den Abriss des Gebäudes ablehnt. Die Fußgängerbrücke stellt ein großes Hindernis für Bahnreisende mit Gepäck dar. Hier muss dringend für Abhilfe gesorgt werden. Die Haltung der Stadt behindert die Lösung des Problems und verzögert damit ein Vorankommen in dieser Frage.

„Die Menschen in Varel warten seit Jahren darauf, dass die Übergangssituation zu den Gleisen 2 und 3 endlich gelöst wird und dass dieses unschöne und übelriechende Gebäude verschwindet“, sagt Karl-Heinz Funke. „Die Stadt kann doch unmöglich auf einem Fortbestand bestehen, wenn dadurch eine Lösung verzögert wird.

Ratsherr Alfred Müller äußert sich in ähnlicher Weise: „Die Brücke muss weg. Ob es danach einen Tunnel oder eine neue Querung mit Fahrstuhl gibt, sollte davon abhängig gemacht werden, was sich besser in das Bild beim Bahnhof einfügt. Das jetzige Bauwerk ist nur abstoßend. Für jemanden, der Varel zum ersten Mal besucht und mit der Bahn kommt, muss es doch einen fatalen ersten Eindruck von unserer Stadt machen.“

Zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Planung und Umwelt wird ZUKUNFT VAREL einen Antrag stellen, sich mit dem THema zu befassen. Die Fraktion fordert darin Informationen über den aktuellen Sachstand. Sie will auch erfahren, welche Haltung die Stadt zum Erhalt der Fußgängerbrücke einnimmt. Die Fraktion wird beantragen, dass die Stadt den Beschluss fassen möge, dass Brücke abgeridssen wird.

Vorentwurf zum Regionalen Raumordnungsprogramm – ein Schlag gegen unsere Dörfer!

ZUKUNFT VAREL kritisiert und kämpft.

Der Landkreis Friesland hat einen Vorentwurf zum Regionalen Raumordnungsprogramm vorgelegt. Er ist gesetzlich verpflichtet, ein solches Programm zu erstellen; es wird letztlich vom Kreistag „festgestellt“ und gilt für zehn Jahre. Die getroffenen Festlegungen „sind für alle Planungsträger, insbesondere die Städte und Gemeinden sowie die raumbezogenen Fachplanungen verbindlich und bilden den Rahmen für einen koordinierte gesamträumliche Entwicklung des Landkreises Friesland“, so Landrat Sven Ambrosy im Vorwort.

Was wird unter anderem konkret „festgestellt“? Was ist für die Stadt Varel entscheidend?

  • Nutzungen durch Erholung und Tourismus,
  • Nutzungen durch Landwirtschaft,
  • Natur, Landschaft,
  • Industrie und Gewerbe, Verkehr,
  • Siedlungsentwicklung – Wohnen.

Der größte Teil dessen, was „festgestellt“ werden soll, ist unstrittig und wirklichkeitsnah. Zweifelsfrei sind aber einige Korrekturen notwendig. Dass zum Beispiel der Vareler Hafen nicht als Tourismusstandort ausgewiesen ist, kann nicht hingenommen werden. Wir werden uns entsprechend einsetzen.

Schwieriger wird es schon, wenn es um die Standorte „für die Sicherung und Entwicklung von Arbeitsstätten“ geht. Genannt werden hier nur Winkelsheide, Obenstrohe und Rosenberg. Was ist mit Langendamm und Rahling – Nachfolge für die Porzellanfabrik Friesland (Melitta) – mit Altjührden und Borgstede zum Beispiel. Soll hier eine Nicht-Entwicklung für die nächsten zehn Jahre festgeschrieben werden? Das geht nicht!

Völlig abzulehnen ist aber das, was zur Siedlungsentwicklung – Wohnen „festgestellt“ werden soll. „Als Standorte für die Sicherung und Entwicklung von Wohnstätten“ werden für die Stadt Varel nur Obenstrohe und Büppel festgelegt. Alle anderen Ortsteile bleiben außen vor! Dort darf nur Bauland ausgewiesen werden, wenn

  • die Möglichkeit einer bedarfsgerechten Innenentwicklung im zentralen Siedlungsgebiet ausgeschöpft sind und keine Erweiterungsmöglichkeiten vorliegen,
  • keine ausreichenden Flächen in den Standorten für die Sicherung und Entwicklung von Wohnstätten verfügbar sind
  • und eine Mindestausstattung mit Einrichtungen der allgemeinen Daseinsvorsorge gegeben ist sowie deren gute Erreichbarkeit Voraussetzung ist und ein Bedarfsnachweis gegeben ist.“ (S.38).

Dabei wird zum sogenannten Bedarfsnachweis unter anderem ausgeführt (S.40):
„… ist im Rahmen der Flächennutzungsplanung von den Städten und Gemeinden nachzuweisen, dass alle Flächenpotentiale am Zentralen Ort bzw. sekundär in den Standorten für die Sicherung und Entwicklung von Wohnstätten ausgeschöpft sind bzw. hinreichend geprüft wurde, ob deren Mobilisierung möglich ist und eine Ausweisung jenseits des Zentralen Ortes dessen Entwicklung nicht behindert. Die Mobilisierbarkeit ist hierbei umfänglich und über die reine eigentumsrechtliche Verfügbarkeit hinaus zu prüfen“.

Wir sagen: Das ist – wie leider so oft heutzutage – unendlich viel Theorie und der Aufbau zusätzlicher umfangreicher Bürokratie, obwohl alle immer wieder fordern, diese abzubauen. Was bedeutet es praktisch:

  1. Die Orte, die schon weit entwickelt wurden, sollen zu allererst weiter entwickelt werden; sie werden gestärkt.
  2. Alle anderen Orte bekommen eine Zweitrangigkeit und bleiben zurück, mit den oft beschworenen gleichwertigen Lebensverhältnissen hat das nichts zu tun.
  3. Der ländliche Raum verliert an Kraft und Bedeutung. Er lebt nämlich nicht nur von einigen wenigen zentralen Orten, sondern von der Entwicklung möglichst vieler Orte (siehe Dorferneuerungsprogramme).
  4. In den sogenannten Zentralen Orten (das wäre z.B. der Stadtkern Varels) wird das letzte – von den Anwohnern unter Umständen gewünschte – „Grün“ der Bebauung unterworfen.
  5. Der Landkreis greift massiv in die gemeindliche Planungshoheit ein, indem er die Planungsabsichten der Städte und Gemeinden unter Legitimationsdruck bzw. Rechtfertigungszwang stellt.
  6. Die Verhandlungsflexibilität der Kommunen wird weitgehend eingeschränkt, wenn die Tatsache, dass man an Flächen zur Wohnbebauung aus eigentumsrechtlichen Gründen nicht „herankommt“, als alleiniger Grund, um an anderen Orten Wohnbebauung zu ermöglichen, nicht zählt.

Dieses geht alles so nicht, denn dort wohnen Menschen. ZUKUNFT VAREL setzt sich für alle Orte unserer Stadt Varel ein und für uns ist die gemeindliche Planungshoheit ein großes Gut; dafür werden wir kämpfen.

Jahrelange Untätigkeit ist Hauptursache für den schlechten Zustand der Straßen

Der katastrophale Zustand der Vareler Straßen, Wege und Bürgersteige ist hauptsächlich auf die jahrelange Untätigkeit bei der Unterhaltung der Straßen zurückzuführen. Die Situation ist seit Jahren bekannt. ZUKUNFT VAREL hat immer wieder darauf hingewiesen und Vorschläge zur Verbesserung gemacht. Der trockene und warme Sommer ist, wie behauptet wird, nur zu einem kleinen Bruchteil ursächlich für den Straßenzustand. Nun kommt Bewegung in die Sache. Das begrüßt ZUKUNFT VAREL.

„Allerdings sind wir gegen die Erhebung einer Trecker-Maut,“ betont Karl-Heinz-Funke. „Damit wird eine einzelne Berufsgruppe verantwortlich gemacht und zur Rechenschaft gezogen. Das ist ungerecht.“

Alfred Müller kritisiert, dass der Betrag, der für die Unterhaltung der Straßen im Haushalt eingestellt ist, angesichts der Versäumnisse viel zu niedrig ist. Damit können nicht einmal die nötigsten Arbeiten erledigt werden. Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang, dass für den Föhrenweg 40 000 Euro im Haushalt eingestellt sind, wo höchstens 1000 Euro gebraucht werden.

ZUKUNFT VAREL hatte beantragt, einen Betrag von 1 Million Euro im Doppelhaushalt einzustellen. Der Antrag wurde von der Ratsmehrheit abgelehnt.

Zuschuss für die Bürgerinitiative Langendamm

Die BI Langendamm hat Zweifel an den Aussagen des Landkreises Friesland in Bezug auf die „Einschätzung der Gefährlichkeit der Altablagerungen Langendamm“. Sie hat daher ein Gutachten in Auftrag gegeben, um eine Zweitmeinung einzuholen. Die Kosten von 6711,60 Euro hat die BI unterschätzt und nun bei der Stadt Varel einen Zuschuss beantragt. Karl-Heinz Funke sprach sich in der Ausschusssitzung dafür aus „menschlich“ zu sein und „die BI nicht hängen zu lassen“. Eine Entscheidung über den Antrag der BI wurde vom Auschuss vertagt.

Kein Winterzauber auf dem Grundstück der ehemaligen Kuranlage Deichhörn

Im Planungsausschuss wurde am Dienstag, 25.09.2018 über die Bebauung der ehemaligen Kuranlage Deichhörn gesprochen. 35 Appartments und eine Gastronomie mit 60 Plätzen sollen dort entstehen. Das geplante Gebäude ist 50 m lang und 13,50 m hoch. Die Ausschussmitglieder sprachen sich dafür aus, die Gebäudehöhe zu reduzieren. Für ZUKUNFT VAREL sprach Leo Klubescheid von einem „langweiligen Betonklotz“. Karl-Heinz Funke bedauerte, dass auf dem Gelände zukünftig kein Winerzauber mehr möglich ist.

Mit dem Bau soll im Januar begonnen werden. Vorher muss abgeklärt werden, ob die Gebäudehöhe reduziert werden kann.

Friedrichsfeld: Offener Brief von Karl-Heinz Funke an die 1. Kreisrätin Vogelbusch

Karl-Heinz Funke wendet sich in einem offenen Brief an die 1. Kreisrätin Vogelbusch. Darin bezieht er sich auf die Schließung des ehemaligen Standortübungsplatzes Friedrichsfeld für die Öffentlichkeit. Funke erläutert, dass diese Maßnahme auf Unverständnis in der Bevölkerung trifft.

„Schon die bisher ergriffenen und noch geplanten Maßnahmen, um das „Gelände Friedrichsfeld“ als Ausgleichsmaßnahme für die A20 herzurichten, haben in der Bevölkerung zu Recht Unverständnis und Empörung ausgelöst. Man muss es sich einmal vorstellen: Auf trockenem sandigem Boden sollen Kiebitze angesiedelt werden; das ist so, als wolle man im Wattenmeer nach Edelweiß suchen“, äußert sich Funke in seinem Brief.

Funke weiter: „Auch das Betretungsverbot stößt auf Unverständnis und Kopfschütteln. Und in der Tat stellen sich dazu Fragen. Dass dieses Gelände mit Kampfmitteln belastet ist, wusste und weiß jeder. Dennoch wurde es als Übungsplatz für die Bundeswehr genutzt, es zur landwirtschaftlichen Nutzung freigegeben, und es diente auch zur Freizeitnutzung.“

Funke fragt, aufgrund welcher Erkenntnisse und Untersuchungen nun bekannt sei, dass für Personen, die das Gelände betreten eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben besteht.

Die vom Kreisausschuss verabschiedete Verordnung besagt, dass in der Vergangenheit „auf dem Gelände Friedrichsfeld durch Truppenteile der Wehrmacht und der Bundeswehr versucht wurde, Reste von kleineren Kampf- und Sprengmitteln durch oberirdische Sprengungen zu vernichten. Dabei soll lediglich eine Quote von ca. 20 Prozent vernichtet worden sein. Die nicht zerstörten Kampf- und Sprengmittel sind bei den Zerstörungsversuchen auf dem Gelände verteilt worden.“

Funke fragt nun: Wann ist es zu dieser Verteilung gekommen? Wer wusste seit wann davon? Haben Besucher des Geländes Friedrichsfeld „außerordentliches Glück“ gehabt, dass Ihnen auf dem Areal nichts passiert ist?

Es entsteht der Eindruck, dass die Öffentlichkeit von dem Gelände ferngehalten werden soll, damit dort ungestört mit den Umgestaltungsarbeiten fortgefahren werden kann.